meine letzten Filme
Hier werden einige meiner zuletzt gesehenen Filme erscheinen, die hier erscheinenden Bewertung sind ausdrücklich rein subjektiv und entbehren jedweder Objektivität:
Meine Wertung: 8/10
C’est la vie – So sind wir, so ist das Leben (Orginal: Le premier jour du reste de ta vie) habe ich im Freilichtkino gesehen und war vom Film positiv überrascht. Erwartet hatte ich einen traurigen französischen Film, der vorallem französisch ist, womit ich meist meine Probleme habe. Aber es war ein sehr guter Film über das Leben und vorallem über die Familie.
Der Film spielt in mehreren Zeitebenen wobei jede einen wichtigen Wendepunkt in der Geschichte der Familie, bzw. im Lebenslauf eines der Protagonisten darstellt und die Charaktere in mehren Facetten darstellt, sodass die Geschichte immer mehr an Authentizität gewinnt.
Ein Tragikomischer Film der von Himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübte Klänge anschlägt und den Zuschauer so in seinen Bann nimmt.
Stadt wird erpresst, Eine (2006)
Cast: Uwe Kockisch, Misel Maticevic, Julia Blankenburg
Director: Dominik Graf
Writer: Rolf Basedow, Dominik Graf
Runtime: 90 minutes
Genre: thriller
Meine Wertung: 4/10
Eine Stadt wird erpresst ist ein durchschnittlicher Fernsehkrimi der in Leipzig spielt und von einem Dorf, was auf Grund der Braunkohleindustrie weggebaggert werden soll und so die dort lebenden Menschen ihrer Existenz beraubt und zu extremen Maßnahmen treibt um an Geld zukommen, handelt.
Die Story hat ein paar gute kritische Ansätze, z.B. über die Braunkohleindustrie und die Russenmafia, überzeugt aber nicht wirklich, auch da der Hauptermittler Uwe Kockisch eine sonderbare Rolle spielt und die Kameraführung teils sehr gewöhnungsbedürftig ist und so das Fernseherlebnis stört.
Wahrscheinlich eher ein Film für altere Generationen die die Wende bewusst miterlebt haben.
Terminator Salvation (2009)
Cast: Christian Bale, Sam Worthington, Moon Bloodgood
Director: McG
Writer: Michael Ferris, John D. Brancato
Runtime: 115 minutes
Genre: thriller, sf, adventure
Meine Wertung: 5/10
Terminator: Die Erlösung habe ich im Autokino gesehen, das war eine interessante Erfahrung, allerdings hätte ich das wohl als pubertierender amerikanischer Jugendlicher machen sollen um den ganzen Reiz des Autokinos auszuschöpfen. Aber nun gut, der Film an sich war ein solider Actionfilm der die Terminatorreihe nicht wirklich gelungen fortsetzt. Ohne die Teile davor gesehen zu haben ist der Film nur kaum zu verstehen, aber auch mit den ersten drei Teilen im Hinterkopf bleiben gravierende Storylücken die den Filmgenuss stören. Das einzig wirklich positive am Film ist die Apokalypsestimmung die über allem hängt und natürlich die Hollywoodaction, die aber ohne den tiefergehenden Sinn der Vorgänger bleibt.
State of Play (2009)
Cast: Katy Mixon, Rachel McAdams, Russell Crowe
Director: Kevin Macdonald
Writer: Paul Abbott, Billy Ray
Runtime: 118 minutes
Genre: thriller, drama, crime
Meine Wertung: 7/10
State of Play ist ein guter, wenn auch nicht überragender, geselsschaftskritischer Politthriller mit viel Witz und guten Schauspielern. Allerdings merkt man, dass der Film auf einer Miniserie beruht, gibt es doch zahrleiche Handlungsstränge die nur angeschnitten aber nicht wirklich verfolgt werden, so wirkt der Film teilweise etwas holprig. Die gute schauspielerische Leistung, besonders erwähnenswert ist hierbei Russel Crowe, hilft dies aber gut zu überdecken. Allerdings konnte ich mich nicht von dem Gefühl lesen, dass hier jemand mächtig bei Die Unbestechlichen geklaut hat, vielleicht liegt es aber auch einfach nur an der Themenverwandtschaft, geht es in beiden schließlich um 2 Journalisten die eine amerikanische Verschwörung aufdecken. Doch auch wenn das besondere der Unbestechlichen, wohl die Authenzität, fehlt, weiß der Film gut zu unterhalten und wirft stellenweise auch Fragen über das amerikanische Regime auf.
Citizen Kane (1941)
Cast: Joseph Cotten, Dorothy Comingore, Agnes Moorehead
Director: Orson Welles
Writer: Orson Welles, Herman J. Mankiewicz
Runtime: 119 minutes
Genre: mystery, drama
Meine Wertung: 7/10
Citizen Kane ist ein sehr beeindruckender Film, der vorallem für die damalige Zeit sehr bewerkenswert ist. Ein bestechender Orson Welles, wohl in seiner besten Rolle, erschafft als wirklich sehr guter Regisseur mit diesem Film ein wahrhaft märchenhaftes Meisterwerk, was auch heute noch durch den großen Einfallsreichtum zu gefallen weiß.
Crank: High Voltage (2009)
Cast: Jason Statham, Amy Smart, Dwight Yoakam
Director: Brian Taylor, Mark Neveldine
Writer: Brian Taylor, Mark Neveldine
Runtime: 96 minutes
Genre: action
Meine Wertung: 1/10
Ich habe selten einen so sinnlosen, unrealistischen, brutalen, geschmacklosen, hirnverbrannten, niveaulosen, sexistischen, schlechten, barbarischen, inhumanen, martialischen, aberwitzigen, unnützen, sinnfreien, unsinnigen, bescheuerten, dummen, schwachsinnigen, bekloppten, idiotischen, dämlichen und einfach nur kranken Film gesehen wie Crank 2. Mag der erste Film noch einigermaßen durch Witz und Originalität gefallen, ist dies ein bloßer sinnfreier Aufguss dessen, den man sich gerne angucken kann, wenn man auf sinnlose Action und menschenverachtende Handlung gepaart mit Gossensprache, bei der jedes zweite Wort “Fuck”, in den verschiedensten Formen, zu sein scheint, steht. Geht es doch einzig und allein um einen Rachefeldzug bei dem das Leben des einzelnen Passanten rein gar nichts wert ist und die Menschen sterben wie Mücken auf der Frontscheibe eines vorbeifahrenden Autos. Der Protagonist der von Gewaltorgie zu Gewaltorgie rast, wird bloß kurz von unrealistischen “Ich lad jetzt mal mein elektrisches Herz mit einem Hochspannungskraftwerk auf”-Aktionen aufgehalten und metzelt unbeirrt davon fröhlich weiter. Umso erstaunlicher, das dieser Film mit 9 000 Votes bei 7,3 Punkten bei IMDb steht. Abgesehen davon, das der erste Teil damit endete, das er gefühlte 20 Minuten aus einem Helikopter fiel und diesen Absturz überlebte und der zweite Teil damit, das er innerlich in Flammen steht und verbrennt, freue ich mich schon auf den dritten Teil.
The Forbidden Kingdom (2008)
Cast: Jet Li, Michael Angarano, Jackie Chan
Director: Rob Minkoff
Writer: John Fusco
Runtime: 113 minutes
Genre: romance, fantasy, comedy
Meine Wertung: 4/10
Bei The Forbidden Kingdom hatte ich mit mehr Action und weniger Fantasy gerechnet, von daher war ich etwas enttäuscht. Da holen Jet Li und Jackie Chan mit ihren durchaus sehenswerten Kampfszenen auch nicht mehr so viel raus. Alles in allem ein ganz netter Kinderfilm, aber ältere Semester kommen eher weniger auf ihre Kosten.
Knowing (2009)
Cast: Nicolas Cage, Chandler Canterbury, Rose Byrne
Director: Alex Proyas
Writer: Alex Proyas, Stuart Hazeldine
Runtime: 122 minutes
Genre: thriller, mystery, drama
Meine Wertung: 3/10
Knowing ist ein äußerst enttäuschender Pseudo-Horror-Sci-Fi Film mit Nicolas Cage. Es geht um ein Blatt Papier auf dem alle großen Katastrophen der letzten 50 Jahre aufgelistet sind, allerdings wurde das Blatt vor besagten Ereignissen beschrieben. Aber anstatt das im Style des Mercury Puzzles aufzurollen werden Aliens ins Spiel gebracht und irgendwie ist das nicht sehr gut gemacht. Ich finde, dass man aus der Story ohne Aliens viel mehr hätte machen können. Und diesen Pseudo-Horror hätte man auch stecken lassen können… Nichtsdestotrotz hat der Filme auch ein paar Stärken wie die guten Jungschauspieler. Alles in allem hatte ich etwas anderes erwartet und nicht gedacht, das sich Cage für so was hingibt…
Swordfish (2001)
Cast: John Travolta, Hugh Jackman, Halle Berry
Director: Dominic Sena
Writer: Skip Woods
Runtime: 99 minutes
Genre: action, thriller, crime
Meine Wertung: 7/10
Password Swordfish ist ein guter Thriller mit John Travolta, Hugh Jackman und Halle Berry der sich um die Kunst der Täuschung dreht.
Erzählt wird die Geschichte des Super-Hackers Jackman der alles versucht um das Sorgerecht für seine kleine Tochter zu bekommen. Als Ex-Knacki mit einem schlechten Job hat er da aber eher schlechte Chancen. Da kommt ihm das Angebot was ihm Halle Berry von Travolta überbringt wie gerufen. Ausreichend Geld um das Sorgerecht zu erstreiten soll er sich verdienen indem er für Travolta ein Virus schreibt.
Der Film ist geprägt von den beiden Charakteren Jackmans und Travoltas, Jackman der den guten Helden mimt der bloß durch widere Umstände im Gefängnis war bildet den Kontrapunkt zum bitterbösen Travolta dem jedes Mittel Recht ist die “Freiheit” Amerikas zu beschützen. Doch Travolta ist Jackman stets einen Schritt voraus und es scheint, als wäre alles von Anfang an so geplant gewesen.
Ein sehr spannender Film mit einigen guten Plottwists und guten Schauspielern.
Rear Window (1954)
Cast: James Stewart, Grace Kelly, Wendell Corey
Director: Alfred Hitchcock
Writer: John Michael Hayes, Cornell Woolrich
Runtime: 112 minutes
Genre: drama, crime, mystery
Meine Wertung: 7/10
Das Fenster zum Hof ist ohne Frage ein Klassiker der Filmgeschichte von Hitchcock.
Er handelt von einem durch einen Beinbruch zur Untätigkeit verbannten Pressefotografen (James Stewart) der mehr an dem Leben seiner Nachbarn teil nimmt als sich um seine Probleme zu kümmern. Statt sich um seine bildhübsche Freundin (Grace Kelly) zu kümmern und die Beziehungsprobleme anzugehen scheint er durch sein Fenster einen Mord zu beobachten. Natürlich kommt ihm das wie gerufen, hat er so doch etwas gefunden um seine Zeit totzuschlagen.
Doch der Film beschäftigt sich nicht nur mit Nächstenliebe, auch geht es darum, ob der Mensch diesem voyeuristischen Vergnügen, a la Big Brother, nachgehen sollte um einen vermeintlichen Mord aufzuklären oder ob sich doch lieber jeder um seinen Kram kümmern sollte.
Mein Problem war, dass ich die Simpsonsfolge “Bart of Darkness” vorher gesehen hatte, so dass ich etwas vorgeschädigt war, wird in dieser Folge doch genial eben dieser Film parodiert.
Alles in allem ein sehenswerter Film, der den Zuschauer lange im Unklaren über das Geschehen lässt.
Gran Torino (2008)
Cast: Clint Eastwood, Christopher Carley, Bee Vang
Director: Clint Eastwood
Writer: Dave Johannson, Nick Schenk
Runtime: 116 minutes
Genre: drama, crime
Meine Wertung: 8/10
Gran Torino ist ein äußerst gelungener Film von und mit Clint Eastwood. Er handelt vom Alleinsein im Alter, dem Hängengeblieben sein in alten Zeiten und davon wie schwer es ist sich auf neue Freundschaften, vorallem bei “latentem” Rassismus, einzulassen.
Es geht um den Koreakriegsveteran Kowalski der in seinem Viertel, nach dem Tod seiner Frau die amerikanische Flagge, auch mit Hilfe der omnipräsenten Gewalt, allein hochhält. Im Laufe des Films kommt er zu der Erkenntnis, das er aber eigentlich mehr mit seinen ausländischen Nachbarn als mit seiner eigenen Familie, die ihn in ein Heim abschieben will, gemein hat. Zwischen Kowalski und Thao, dem Hmong Jungen von Nebenan, entwickelt sich, nachdem Thao versucht hat Kowalskis Gran Torino (ein Auto) zu klauen, eine merkwürdige Vater-Sohn-Beziehung, die den vereinsamten Alten wieder auftauen lässt und ihn am Ende des Films sogar seinen Frieden finden lässt.
Clint Eastwood mimt den knorrigen Protagonisten, dessen vor “political correctness” nur so strotzenden Aussagen teils sehr zur Erheiterung beitragen, mit wenigen Worten sehr Eindrucksvoll, dabei greift er auf verschiedenste Charaktere seiner Schauspielerlaufbahn zurück und es scheint fast so wie eine Reminiszenz.
Gran Torino, ist womöglich Eastwoods letzte schauspielerische Tat, wenn dem so ist, dann verabschiedet er sich, mit diesem großartigen Film, auf jeden Fall würdig.
Slumdog Millionaire (2008)
Cast: Dev Patel, Freida Pinto, Anil Kapoor
Director: Loveleen Tandan, Danny Boyle
Writer: Vikas Swarup, Simon Beaufoy
Runtime: 120 minutes
Genre: romance, drama, crime
Meine Wertung: 9/10
Der beste Film des Jahres, zumindest laut den Oscars 2009, sollte Slumdog Millionär sein, also hatte ich doch schon gewisse Erwartungen an den Film. Das gute erst Mal vorweg, obwohl der Film in Indien mit indische Schauspieler gedreht wurde und auch die ganze Zeit in Indien spielt, ist es kein (klassischer) Bollywoodfilm mit nervenden Tanzeinlagen und großen Bollywoodstars und hält definitiv was er verspricht. Vielmehr ist es ein richtig guter (Hollywood-)Film, über Freundschaft bis in den Tod, die große Liebe und das Schicksal, der sich nicht in irgendwelchen Klischees versteigt.
Erzählt wird die Geschichte Jamals der die indische Version von Wer Wird Millionär gewinnt, dieser wird des Betrugs verdächtigt und findet sich auf einer Polizeitstation wieder. Die Fragen die ihm auf dem Weg zur Million gestellt werden, sind Fragen die auf merkwürdiger Weise mit seinem Leben zu tun haben, diese werden im Laufe des Films mit Rückblenden erzählt und so entfaltet sich die Dynamik des Films, der mit seiner Kindheit in den Slums von Mumbai (nicht Bombay) beginnt und auf dem Millionärsstuhl endet. Immer an seiner Seite, oder zumindest immer im Geist dabei, sind Salim, sein älterer Bruder, und die wunderschöne Lattika, die Liebe seines Lebens, um die sich Jamals leben dreht.
Der Film gibt einen kleinen Eindruck davon was es heißt in einem Slum aufzuwachsen, vor der Kindermafia zu fliegen, sich irgendwie durchs Leben zu schlagen und am Ende doch die große Liebe zu finden. Und genau darin liegt mein einziger Kritikpunkt, bis zum Ende schafft es der Film spannend zu bleiben, ohne übertrieben zu sein, hoffnungsvoll zu sein ohne kitschig zu sein, doch am Ende steht leider das etwas unrealistische Bollywood Happyend. Aber abgesehen davon gibt es wirklich nichts zu meckern, die schauspielerischen Leistungen der, größtenteils, (Laien-)Schauspielern ist wirklich beeindruckend und trägt zum Gelingen des Films, der eine einzigartige Atmosphäre entwickelt, bei.
Abschließend kann man sagen, das Slumdog Millinär zu Recht den Oscar gewonnen hat und einer der besten Filme seit langem ist.
Juni 16th, 2009 at 18:20
Ja momentan guck ich wenig Filme…
April 18th, 2009 at 16:50
guckst du keine filme mehr, oder bist du nur zu faul zu bewerten?
April 8th, 2009 at 01:29
enttäuschender
Pseudo-Horror-Sci-FiSci-Fi ThrillerApril 7th, 2009 at 20:01
Auf jenden Fall…
April 7th, 2009 at 19:59
Bin ich froh, dass ich mich für Drachenläufer entschieden und Knowing links liegen gelassen habe…
März 3rd, 2009 at 12:41
Ich meinte auch den Film als Pflichtlektüre, nicht das Buch, allerdings ist mir auf die schnelle kein Wort dafür eingefallen. Pflichtvorführung?
März 3rd, 2009 at 12:18
Sehr schön geschrieben zu Schindlers Liste. Aber zum Punkt Pflichtlektüre: das Buch ist bei Weitem nicht annähernd so gut wie der Film, dies ist einer der seltenen Fälle, bei denen es so rum ist. Das Buch ist kaum empfehlenswert.
Februar 24th, 2009 at 13:37
Ich warte auf die Vorleserbewertung!!!..mal ein bissl zackig hier
Februar 18th, 2009 at 19:11
Oh je, ich würde mich serh gerne mit dir persönlich über Vicky unterhalten…Aber immehin hat dir mal ein Woody Film gefallen…
Februar 18th, 2009 at 13:18
Also ich kann ja wohl machen was ich will
Und ich fand halt du hast alles gesagt